Die Geschichte von Coolplace

Die Orte, die jeder kennt, aber keiner sieht

Die Ebay-Räuber

Die Geschichte von Coolplace beginnt lange bevor es die Domain coolplace.cc gab.

Anfang der 2000er Jahre bot Ebay die Möglichkeit, sogenannte Clubs zu gründen. Dort konnten sich Menschen mit gemeinsamen Interessen austauschen, diskutieren und kennenlernen. Einer dieser Clubs war der VER – Verdener Ebay Räuber.

Das Kürzel VER stand dabei nicht nur für die Ebay-Räuber, sondern gleichzeitig auch für das Kennzeichen der Stadt Verden. Da ich in Verden geboren wurde und damals dort lebte, wurde ich in die Gemeinschaft eingeladen.

Was als Gruppe von Ebay-Nutzern begann, entwickelte sich schnell zu einer echten Gemeinschaft. Man tauschte sich nicht nur über Auktionen aus, sondern sprach über den Alltag, gemeinsame Interessen und alles, was das Leben so mit sich brachte. Aus Benutzernamen wurden Menschen.

Mit der Zeit entstanden sogar persönliche Treffen. Man saß zusammen, grillte, lachte und lernte die Menschen hinter den Bildschirmnamen kennen. Die Gemeinschaft bestand nicht nur aus Beiträgen und Nachrichten, sondern auch aus echten Begegnungen.

Viele Jahre war der VER-Club ein fester Treffpunkt für seine Mitglieder. Doch irgendwann entschied Ebay, die Club-Funktion einzustellen. Plötzlich verschwand die Heimat einer Gemeinschaft, die über Jahre zusammengewachsen war.

Doch statt auseinanderzugehen, begann die Suche nach einer neuen Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Aus dieser Suche entstand die Idee eines eigenen Forums. Es sollte ein neuer Treffpunkt werden – ein Ort, an dem die Gemeinschaft weiterhin zusammenkommen konnte.

Ein cooler Platz.

Ein Coolplace.

Die Ära der Ebay-Räuber ging damit zu Ende. Die Geschichte von Coolplace begann.



Coolplace – Ein neuer Treffpunkt

Als Ebay die Clubs einstellte, stand unsere Gemeinschaft plötzlich ohne Treffpunkt da. Viele Gruppen lösten sich damals auf. Manche verloren den Kontakt, andere verschwanden einfach mit der Zeit.

Für uns kam das zunächst nicht infrage.

Wir wollten weiterhin miteinander reden und in Verbindung bleiben. Also begann die Suche nach einer neuen Heimat. Dabei stieß ich auf die Möglichkeit, ein eigenes Forum zu betreiben.

Das neue Forum sollte vor allem eines sein: ein Ort, an dem sich die Gemeinschaft wohlfühlt. Ein Treffpunkt für bekannte Gesichter und neue Ideen. Einfach ein cooler Platz.

So entstand der Name „Coolplace“.

Das Forum erfüllte seinen Zweck und half dabei, den Kontakt nach dem Ende der Ebay-Clubs aufrechtzuerhalten. Doch wie so oft im Internet veränderten sich mit der Zeit die Interessen und Wege der Menschen. Die Gemeinschaft entwickelte sich weiter und das Forum trat langsam in den Hintergrund.

Für mich war diese Zeit dennoch wichtig, denn über diesen Weg entdeckte ich eine andere Plattform, die meine nächsten Jahre im Internet prägen sollte: den Homepage-Baukasten.

Dort konnte jeder seine eigene Webseite erstellen und gestalten. Was zunächst nur ein weiteres Projekt war, entwickelte sich für mich schnell zu einem neuen Hobby. Aus Interesse wurden Experimente, aus Experimenten entstanden eigene Ideen und aus Ideen wurden viele neue Kontakte.

An dieser Stelle möchte ich auch Danke sagen.

Ohne Benjamin Lochmann hätte es viele dieser Erfahrungen vermutlich nie gegeben. Der Homepage-Baukasten ermöglichte unzähligen Menschen den Einstieg in die Welt der eigenen Webseiten – mich eingeschlossen.

Die Zeit des Forums war damit zwar noch nicht vorbei, doch die nächste Ära von Coolplace hatte bereits begonnen.



Homepage-Baukasten und die Zeit als Coolplace

Während das Forum weiterhin bestand, rückte für mich ein anderes Projekt immer stärker in den Vordergrund: der Homepage-Baukasten, kurz HPBK.

Dort konnte jeder seine eigene Webseite erstellen und gestalten. Anfangs war ich einfach nur ein weiterer Nutzer, der ausprobierte, experimentierte und seine ersten Erfahrungen sammelte.

Doch schon bald wurde daraus mehr.

Mich interessierte nicht nur das Erstellen von Webseiten, sondern auch die Möglichkeiten, sie individuell anzupassen. Während viele Seiten ähnlich aussahen, begann ich mich intensiv mit CSS und den technischen Möglichkeiten hinter den Kulissen zu beschäftigen. Es machte mir Spaß herauszufinden, was möglich war und wie man eine Webseite persönlicher gestalten konnte.

Aus Neugier wurde Wissen. Aus Wissen wurde Hilfe.

Immer häufiger unterstützte ich andere Nutzer bei Fragen und Problemen. Aus einzelnen Antworten wurden Hilfestellungen, aus Hilfestellungen wurden Anleitungen und mit der Zeit wurde ich zu einem festen Bestandteil der Community.

Viele kannten meinen echten Namen nicht, aber sie kannten Coolplace.

Was ursprünglich als Name für ein Forum entstanden war, entwickelte sich langsam zu meinem festen Namen im Internet. Im Homepage-Baukasten wurde Coolplace weit über das ursprüngliche Forum hinaus bekannt und begleitete mich durch viele Jahre, Projekte und Bekanntschaften.

Rückblickend war dies vermutlich die Zeit, in der Coolplace nicht nur ein Projekt, sondern ein Teil meiner Online-Identität wurde.

Die nächsten Jahre sollten zeigen, dass Coolplace inzwischen mehr geworden war als nur ein Name. Aus Ideen wurden Projekte, aus Projekten wurden Webseiten und irgendwann entstand der Wunsch nach einer eigenen Adresse im Internet.



Die Geburt von Coolplace.cc

Mit der Zeit wurde der Homepage-Baukasten für mich immer mehr als nur eine Plattform zum Erstellen von Webseiten.

Ich beschäftigte mich intensiv mit Webdesign, CSS und den Möglichkeiten, Webseiten individuell zu gestalten. Immer häufiger entstanden eigene Ideen, kleine Projekte und Hilfestellungen für andere Nutzer.

Mit den wachsenden Möglichkeiten entstand auch der Wunsch nach mehr Freiheit. Eigene Inhalte, eigene Projekte und eigene Ideen sollten unabhängig von einer einzelnen Plattform ihren Platz finden.

So entstand die Idee einer eigenen Domain.

Im Jahr 2009 wurde schließlich coolplace.cc registriert.

Die neue Webseite entwickelte sich schnell zu einer Anlaufstelle für Webdesign, Codes, Generatoren, Downloads und zahlreiche Hilfestellungen rund um das Erstellen eigener Webseiten. Viele Besucher kamen zwar aus dem Umfeld des Homepage-Baukastens, doch die Inhalte richteten sich an alle, die ihre Webseiten gestalten, verbessern oder neue Möglichkeiten entdecken wollten.

Coolplace.cc bot den Raum, eigene Ideen umzusetzen, Werkzeuge bereitzustellen und Erfahrungen weiterzugeben. Die Seite entwickelte sich ständig weiter und wuchs mit jedem neuen Projekt.

Rückblickend wirkt die erste Version von Coolplace.cc aus heutiger Sicht vielleicht etwas nostalgisch. Doch genau das macht ihren Charme aus. Sie entstand in einer Zeit, in der viele Webseiten noch von Hand aufgebaut wurden, man neue Dinge einfach ausprobierte und die Freude am Experimentieren oft wichtiger war als ein perfektes Design.

Coolplace war zu diesem Zeitpunkt bereits vielen Menschen bekannt. Was einst als Name für ein Forum entstanden war, hatte sich inzwischen zu meinem festen Namen im Internet entwickelt. Durch die Aktivitäten im Homepage-Baukasten, zahlreiche Hilfestellungen und den Austausch mit anderen Nutzern wurde Coolplace weit über das ursprüngliche Forum hinaus bekannt.

Mit der wachsenden Bekanntheit stiegen auch die Möglichkeiten und Ideen. Immer häufiger entstand der Wunsch, Inhalte unabhängig von einer einzelnen Plattform zu veröffentlichen und eigene Projekte dauerhaft zugänglich zu machen.

Coolplace hatte damit erstmals ein eigenes Zuhause im Internet gefunden.

Ein Zuhause, das bis heute geblieben ist.

Das erste Logo von Coolplace.cc spiegelte genau die Zeit wider, in der die Seite entstand. Der Schwerpunkt lag auf Webdesign, individuellen Webseiten und kreativen Möglichkeiten im Internet. Aus heutiger Sicht wirkt das Design vielleicht etwas nostalgisch, doch damals stand nicht Perfektion im Vordergrund, sondern die Freude am Ausprobieren, Lernen und Helfen.

Mit zunehmender Erfahrung entstanden nicht nur Anleitungen und Hilfestellungen. Einige Projekte gingen deutlich weiter. Unter dem Namen BK2Joomla half Coolplace dabei, bestehende Homepage-Baukasten-Designs für Joomla nutzbar zu machen. So konnten Webseitenbetreiber ihre vertraute Gestaltung behalten und gleichzeitig auf eine leistungsfähigere Plattform wechseln.

Mit der Zeit beschränkte sich Coolplace.cc nicht mehr nur auf Anleitungen und Hilfestellungen. Es entstanden eigene Werkzeuge, Generatoren und Vorlagen, die anderen Webseitenbetreibern die Arbeit erleichtern sollten.

Vom Farbwähler über Banner- und Kalendergeneratoren bis hin zu Templates und Joomla-Projekten entwickelte sich die Seite stetig weiter. Viele Ideen entstanden direkt aus Fragen und Problemen, die Nutzer an mich herantrugen.



Der Wandel des Internets

Als Coolplace entstand, wollten viele Menschen ihre eigene Homepage besitzen. Sie gestalteten ihre Seiten selbst, experimentierten mit HTML und CSS und verbrachten Stunden damit, ihre Projekte weiterzuentwickeln.

Foren waren Treffpunkte. Gästebücher gehörten dazu. Neue Designs wurden ausprobiert und mit Stolz präsentiert. Das Internet bestand aus vielen kleinen, persönlichen Webseiten.

Doch mit der Zeit änderte sich vieles.

Soziale Netzwerke wurden immer wichtiger. Inhalte wurden zunehmend auf großen Plattformen veröffentlicht und die Zahl der Menschen, die ihre eigene Webseite betrieben, nahm spürbar ab.

Auch die Themen auf Coolplace veränderten sich dadurch. Viele Werkzeuge, Generatoren und Hilfestellungen wurden seltener benötigt. Die Welt, in der Coolplace groß geworden war, begann sich zu wandeln.

Doch obwohl sich das Internet veränderte, blieb eines bestehen:

Der Name Coolplace.

Mal stand er für eine Gemeinschaft, mal für Webdesign und Hilfestellungen, mal für eigene Projekte und Ideen. Die Inhalte änderten sich, doch der Gedanke dahinter blieb derselbe: einen Platz zu schaffen, an dem Menschen etwas entdecken können.

Vielleicht war es genau dieser Wandel, der viele Jahre später den Weg für ein neues Kapitel von Coolplace ebnen sollte.

Die Welt, für die Coolplace ursprünglich entstanden war, wurde kleiner.

Als Coolplace entstand, gehörten eigene Webseiten für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Internet. Man gestaltete seine Homepage selbst, tauschte sich in Foren aus, schrieb ins Gästebuch anderer Webseiten und experimentierte mit HTML und CSS.

Doch das Internet veränderte sich.

Soziale Netzwerke wurden immer wichtiger und viele Inhalte wanderten auf große Plattformen. Die Zahl der Menschen, die eine eigene Webseite betrieben, nahm spürbar ab. Themen wie Templates, Generatoren oder individuelle Anpassungen wurden für viele Nutzer weniger interessant.

Auch Coolplace bekam diesen Wandel zu spüren.

Die Seite verschwand zwar nie vollständig, doch die Welt, für die sie ursprünglich entstanden war, existierte in dieser Form kaum noch. Neue Ideen kamen und gingen, Projekte wurden begonnen und wieder verworfen. Manche blieben nur kurze Zeit bestehen, andere entwickelten sich weiter.

In dieser Zeit entstanden verschiedene Ansätze und Neuanfänge. Mal standen persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt, mal Do-it-yourself-Projekte, mal andere Themen, die mich gerade interessierten. Coolplace blieb dadurch in Bewegung, auch wenn es nicht immer eine klare Richtung gab.

Doch eines blieb über all die Jahre unverändert:

Die Domain blieb bestehen.

Während viele Projekte im Internet kamen und gingen, blieb Coolplace erhalten. Nicht immer aktiv, nicht immer mit neuen Inhalten, aber immer mit der Möglichkeit, irgendwann wieder mit einer neuen Idee zurückzukehren.

Und genau diese Idee sollte viele Jahre später entstehen.

Eine Idee, die eigentlich schon immer im Namen verborgen lag.

Coolplace.
Ein cooler Platz.

Die Orte, die jeder kennt, aber keiner sieht

Coolplace wird keine Seite über ferne Reiseziele oder exotische Orte sein.

Es geht nicht um die Malediven, den Grand Canyon oder andere Plätze, die man aus Reisekatalogen und sozialen Netzwerken kennt.

Viel spannender sind oft die Orte direkt vor unserer Haustür.

Die alte Mühle, an der man seit Jahren vorbeifährt. Die Bank am Feldrand mit dem schönsten Blick auf den Sonnenuntergang. Der kleine Park, den jeder kennt, aber kaum jemand besucht. Das Denkmal, das täglich tausende Menschen sehen, ohne es wirklich wahrzunehmen.

Es sind die Orte, die jeder kennt, aber keiner sieht.

Genau diese Orte sollen hier ihren Platz finden. Ihre Geschichten, ihre Besonderheiten und manchmal auch die Erinnerungen, die mit ihnen verbunden sind.

Man muss nicht um die halbe Welt reisen, um etwas Besonderes zu entdecken.

Manchmal reicht es schon, einfach stehen zu bleiben, genauer hinzusehen und einen Ort neu zu entdecken, den man eigentlich schon sein ganzes Leben kennt.

Denn oft liegt das Besondere nicht in der Ferne.

Sondern direkt nebenan.